Der Krisen zum Trotz – Freude muss sein!
Auf meiner Rückreise aus Frankreich, wo ich kürzlich ein paar Ferientage verbrachte, stieg mir der herrliche Duft von Blüten in die Nase, die satten Farben der Landschaft und das Vogelgezwitscher brachten mich in Hochstimmung. Willkommen Frühling! Er verströmt so viel Zuversicht.
Manche werden sich heute fragen: Darf angesichts so vieler Krisen und Verunsicherungen auf dieser Welt überhaupt noch etwas Freude sein? Nein sie darf nicht – sie MUSS sein.
Verfolgen wir die Nachrichten, bleibt kaum Luft zum Atmen und Platz für positive Gedanken. Gerade darum sollten wir uns Inselchen des Geniessens und der Freude schaffen. Denn: Wem nützt es, wenn wir verzagen? Und Ist es nicht fast anbiedernd, wenn wir das Leid anderer beklagen, während es uns selbst gut geht? Der Welt jedenfalls ist nicht geholfen, wenn wir eine Bittermine aufsetzen. Wir haben doch das Privileg zu entscheiden, ob wir gute Momente geniessen, oder eben nicht geniessen wollen. Die Welt bleibt trotzdem, wie sie ist. Ohne zynisch zu sein: Es gehört zum Leben, dass wir manchmal einer Realität gegenüberstehen, die wir gerne anders hätten.
Das heisst selbstverständlich nicht, dass wir unseren Beitrag für eine bessere Welt nicht leisten sollen, indem wir etwa Nachbarn helfen, für unsere Rechte einstehen oder auch mal auf das Auto verzichten. Wir müssen anerkennen, dass es im Leben Widersprüche gibt, die wir nicht auflösen können. Auch wenn im Iran Bomben fallen, oder in Deutschland rechtsextreme Kräfte wachsen: Ich erlaube mir die Auszeit in Frankreich oder die wohltuende Seebrise am Bodensee ohne schlechtes Gewissen. Denn sie helfen mir, meine Batterien aufzuladen, damit ich wieder tatkräftig anpacken und mithelfen kann, Dinge zu verbessern.
Geniessen auch Sie Ihre Inselchen der Freude.
Christa Meier
Vorsteherin Departement Bau und Mobilität, Stadt Winterthur


